Über mich

Edmund Müller, 48 Jahre

Diplom-Ingenieur Maschinenbau
aus Werder (Havel)

Liebe Mitbürger,

geboren und aufgewachsen bin ich in Franken, in beschaulicher ländlicher Gegend zwischen Nürnberg und Würzburg. Nach dem Abitur am Friedrich-Alexander-Gymnasium in Neustadt an der Aisch, zog es mich nach Berlin, wo ich an der Technischen Universität mein Studium zum Diplom-Ingenieur Maschinenbau absolvierte. Nach kurzer Tätigkeit am Institut für Feinwerk- und Mikrotechnik der Technischen Universität Berlin, bin ich seither bei der Siemens AG als Konstrukteur großer Elektroantriebe eingestellt. In 2007 zog ich von Berlin nach Werder (Havel), weil ich als getrennt von seinem Sohn lebender Vater möglichst viel Zeit mit ihm verbringen und für ihn da sein wollte.

Als Hobbies wären Indvidualreisen, Outdooraktivitäten und Aktivitäten rund ums Wasser, neben vielen anderen Interessen vielleicht besonders zu nennen. Ersteres konnte ich vor allem in meiner Studienzeit ausleben, in der ich Europa, welches sich damals vom heutigen sehr unterschied, vom Nordkap bis Sizilien und von Lissabon bis zum Schwarzen Meer per Anhalter bereiste. Ansonsten war meine Freizeit die vergangenen zehn Jahre sehr begrenzt, was unmittelbar mit leidigen Erfahrungen mit unserem Familien(un)recht , die ich niemanden wünsche, zu tun hat, die sich in meinen beiden Wahlkampfthemen widerspiegeln.

Nahezu zeitgleich mit meiner Einstellung bei der Siemens AG fiel die Geburt meines Sohnes zusammen, und alsbald begann man mir dieses an sich freudige Ereignis nach Kräften sauer zu machen. Einst plante ich mit zwei bis drei Kindern für mein Leben. Nach den von mir gemachten Erfahrungen sollte es aber dann bei diesem einen bleiben. Vater eines Kindes zu werden ist in einem Staat mit derart ungerechtem Familienrecht und ebensolcher Rechtsprechung ein unkalkulierbares und das bei weitem existenzbedrohendste Risiko, wenn es zur Trennung mit der Mutter kommt. Und solche sind heutzutage nicht allzu selten, und es muss nicht einmal die Schuld des betroffenen Vaters sein. Die besagte Ungerechtigkeit kann sich beispielsweise in einseitiger Bevorzugung und parteilicher Unterstützung einer offensichtlich bindungsintoleranten und umgangsboykottierenden Mutter  bei ihrer Instrumentalisierung des Kindes äußern.

Mein Bemühen, trotz Trennung Vater für meinen Sohn zu sein, war der Einstieg in mein unfreiwilliges „Hobby“ Jura, welches mich tief in die Strukturen unserer Justiz und deren angeblichen „Selbstkontrollmechanismen“ blicken ließ. Inzwischen haben die „Kindeswohlhüter“ in der Robe es geschafft mir meinen Sohn nachhaltig zu entfremden, ein Schicksal, was ich mit vielen Eltern teile.

Ich lernte in dieser Justiz eine Willkür und einen Sumpf kennen, den ich mir in einem Land wie unserem nicht hätte erträumen können. Hatte man mir doch in der Schule beigebracht wie gut demokratisch organisiert und objektiv unsere Gerichte sind, und wie wichtig es ist, dass sie unabhängig seien. Bis ich über mein Vatersein mit der Familienjustiz in Berührung kam, hatte ich die Justiz nur oberflächlich und am Rande wahrgenommen, und wähnte mich, wie so viele, die sie nicht wirklich kennen, im guten Glauben, dass sie schon alles richtig und objektiv macht.

Diese langjährigen Erfahrungen bewogen mich neben der Abgehobenheit der Politik vom Bürger hauptsächlich zum politischen Engagement.